Wochenplanung mit Kalender: Tipps für dein Leben

Wir alle leiden unter Stress und dem Druck Arbeit, Freunde und Freizeit unter einen Hut zu bringen. Ich zeige dir Tipps, um mit einem Kalender und einem Wochenplan die Kontrolle über dein Leben zurück zu erobern, und deine persönlichen Ziele zu erreichen.

Eine gute Selbstorganisation schützt unseren eigenen Lebensentwurf

Die meisten unserer Wochen sind einfach, wir verfolgen einfach dieselben Routinen wie immer. Aber manche Wochen stellen uns vor Herausforderungen. Zumindest dann, wenn wir unsere Pflichttermine, unser Sozialleben und unsere eigenen Ziele, wie persönliche Weiterbildung oder unsere Hobbies, unter einen Hut bringen wollen.

Wenn du produktiver und effizienter sein willst und auch in vollgepackten Wochen nicht auf deinen Ausgleich oder die Arbeit an deinen, persönlichen Zielen, verzichten willst, beglückwünsche ich dich.

Du bist auf dem Weg zu einem freien und guten Leben.

Und ich zeige dir einen Trick, mit dem ich diesen Leben einen entscheidenden Schritt näher kam: Mit einer Wochenplanung.

Systeme zur Selbstorganisation schaffen

Die Wochenplanung hilft mir das wichtige vom unwichtigen, und das notwendige vom unnötigen zu entscheiden.

Und das aufzuschreiben, was ich tun will. Was mich persönlich weiterbringt und mir Spaß macht und diese Dinge genauso einzuplanen, wie die Termine, die mir andere vorschreiben.

Denn viel zu oft richten wir uns nur nach den Terminen und Aufgaben anderer und vergessen, dass es unser Leben ist, dass wir leben wollen und sollen. Wir müssen für unsere eigene Work-Life-Balance sorgen.

Und unser Kalender oder Wochenplan ist der ideale Weg dazu. Er schützt uns davor, dass wir uns in den vielen kleinen Dingen zu verlieren und wir nicht zu dem kommen, was wir wirklich wollen.

In der Vergangenheit habe ich mich jahrelang mit einem Bullet Journal organisiert und bin jetzt mit Getting Things Done und Evernote zu einem weitaus mächtigeren – aber auch komplexeren – System gewechselt.

Ich war niemals in meinem Leben produktiver, ausgeglichener und glücklicher.

Aber ganz egal, für welches System der Selbstorganisation du dich entscheidest – am Anfang hilft auch einfach ein normaler Kalender – diese Prinzipien sind so grundlegend, dass sie immer angewandt werden können.

Wochenplan & Kalender einsetzen: So startest du gut in (d)eine Woche

Vor dem Start in die Woche – also am Sonntag oder Montag – schreibe ich mir alle meine Aufgaben auf.

Zu meinen Aufgaben zählen:

  • Arbeit und Arbeitstermine am Abend oder Dienstreisen
  • Haushalt und Dinge, die ich erledigen muss
  • Termine bei Ämtern oder Ärzten
  • Treffen mit Freunden und Familie
  • Persönliche Weiterbildung
  • Projekte, wie diesen Blog
  • uvm.

Ich schreibe mir alles auf, was mir einfällt, oder was ich in der letzten Woche unerledigt zurückgelassen habe.

Ich schreibe aber nicht einfach nur „MindPunk Blog“, sondern ich schreibe „Einen MindPunk Blog schreiben auf“, oder „eine Recherche zum Thema Persönlichkeitsentwicklung für den MindPunk Blog“ auf.

Ich benenne die Dinge also so präzise wie möglich. Denn häufig beschreiben wir Aufgaben zu grob, um sie in einem Schritt abarbeiten zu können.

Alle meine Aufgaben gruppiere ich anschließend nach folgendem System:

  1.  ASAP – Muss so schnell wie möglich (in dieser Woche erledigt werden)
  2.  Bald – Sollte in den nächsten 1-2 Wochen erledigt werden
  3. Irgendwann – Wird vielleicht später erledigt
  4. Daily – Diese Aufgabe ist täglich zu erledigen (z.B. einen MindPunk Blog schreiben um 6:45 Uhr)
  5. Weekly – Diese Aufgabe ist wöchentlich zu erledigen (z.B. Weiterbildung oder das Einsprechen der Podcasts)

Wenn ich die Aufgaben priorisiert habe, fülle ich meinen Kalender. Beginnend mit dem, was ich tun muss: Arbeit und ASAP.

Meistens ist der Kalender dann schon voll. Deshalb ist eines sehr, sehr wichtig.

Das ist die wichtigste Lektion, die für dich in diesem Beitrag verborgen ist.

Trage in deinen Wochenplan ein, was DU gerne machen möchtest

Priorisiere die Dinge, die du unbedingt machen oder erreichen möchtest mit ASAP. Diese Dinge sind für dich immens wichtig, also schaffe ihnen Platz, bevor dein Kalender aus allen Nähten quillt.

Wir tendieren dazu alle externen Termine und Aufgaben wichtiger zu nehmen, als unsere persönlichen Bedürfnisse.

Wenn du einen Roman lesen willst, aber nie die Zeit dafür findest, plane dir 1-2 Stunden am Abend ein.

Wenn du ein Projekt wie einen Blog starten willst, plane die pro Tag 1-2 Stunden ein.

Wenn du mehr Sport machen willst, um an einem Lauf teilzunehmen, plane deine Trainingseinheiten ein.

Und zwar mit höchster Priorität.

Ich hatte Jahre in meinem Leben, da habe ich das nicht getan. Und nachdem ich mich immer für andere abgemüht habe, habe ich festgestellt, dass ich völlig vergessen habe, für mich selbst und an mir selbst zu arbeiten. Das habe ich damals mehr oder weniger bewusst in Kauf genommen, aber auch bewusst ein unausgeglichenes Leben zu führen, macht auf Dauer unglücklich.

Dein Wochenplan muss die Balance zwischen allen Lebensbereichen finden. Und nur wenn du dir selbst Priorität gibst, erreichst du diesen Zustand.

Termine und Erinnerungen in den Kalender einstellen

Im nächsten Schritt übertrage ich die Aufgaben und Termine in meinen Wochenplan oder Kalender. Ich nutze ein komplexes, digitales System aus GTD und Evernote, dass mir z.B. automatische Erinnerungen schickt. Aber für den Anfang reicht auch wirklich ein Kalender oder Wochenplaner für den Tisch.

Wichtig ist mir, dass ich die Balance zwischen „will ich“ und „wollen andere“ halte. Ich also die schönen Dinge nicht erst für das Wochenende aufhebe, sondern jeden Tag in einem Mix halte. So bleibe ich motiviert, stehe morgens gerne auf und freue mich, dass ich an diesem Tag etwas für mein Leben erreicht habe.

Was übrigens besonders gut hilft ist, wenn du dir in den Kalender auch eine tägliche Aufgabe zur Selbstreflexion und Achtsamkeit aufschreibst und dir diese Routine angewöhnst.

Frage dich morgens: Auf welche zwei Dinge freue ich mich heute?

Frage dich abends: Was fand ich heute besonders schön?

Diese zwei Fragen sind übrigens auch der ideale Weg, um beim Frühstück oder Abendessen das erlebte mit dem Partner/in oder in der WG zu besprechen.

Und viel besser als „Wie war dein Tag, Schatz?“, auf dass in der Regel eine Beschreibung der erlebten Probleme folgt.

Zeit nehmen: So findest du auch an vollen Tagen Zeit

Wie eingangs beschrieben, segeln wir aber in den meisten Wochen durch ruhiges Gewässer. Es gibt da aber auch die Wochen, in denen wir unsere Planung ums Verrecken nicht in unseren Kalender bekommen.

Bei mir ist das Häufig durch Dienstreisen bedingt: 12-16 Stunden unterwegs oder über Nacht weg. Wie soll ich meine Morgenroutine und mein tägliches Bloggen da noch unterbringen?

Oder durch mein Sozialleben: Freitagabend wäre der einzige Termin, an denen ich noch Luft für meine Podcast-Aufzeichnungen hätte. Aber hier wollen sich Freunde mit mir treffen. Wie soll ich hier priorisieren?

Dieser Punkt ist wichtig, wenn du dir ambitionierte Ziele setzt. Zu einem freien und guten Leben gehört auch ein Ausgleich und ein Sozialleben. Ein Vollzeitjob und zusätzliche Projekte und Selbstverwirklichung dürfen nicht zu sozialer Isolation führen. Das geht langfristig nicht gut.

Aber es gibt immer eine Lösung. Schaffe dir Freiräume und nutze deine Zeit flexibel.

  • Ein Buch kannst du auch in der Mittagspause lesen
  • Zum Bloggen oder Podcasten kannst du eine Stunde früher aufstehen oder ins Bett gehen
  • Die Sportklamotten kannst du mit auf Dienstreise nehmen

Stelle keine zu hohen Ansprüche an dich selbst

Wenn du jetzt loslegen willst, um direkt in eine produktive und durchgeplante Woche zu starten, lass mir dir bitte noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Bleibe gelassen und stelle keine zu hohen Ansprüche an dich.

Das bedeutet, dass du deine Woche bitte nicht zu voll packst und dir auch Zeit für Entspannung lässt. Und das bedeutet auch, dass du nicht von dir selbst erwartest innerhalb kürzester Zeit ein funktionierendes System zur Selbstorganisation auf die Beine zu stellen. Das braucht wie alles: Zeit.

Beobachte dich einfach eine Weile selbst und finde heraus, wie du tickst und dich am besten organisierst. Das wird schon.

– dein MindPunk

 

Foto: Estee Janssens

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