Tipps für mehr Akzeptanz in deinem Leben

Viele Dinge in unserem Leben können uns belasten. Aber Probleme in der Arbeit, Schule oder in persönlichen Beziehungen liegen häufig außerhalb unserer Kontrolle. Wir können sie leider nicht immer verändern. Aber wir können sie besiegen: Wenn wir Akzeptanz üben. Wenn wir es schaffen Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben, zu akzeptieren, erwartet uns ein freier Geist und ein gutes Leben.

Probleme in der Schule, dem Job oder mit anderen Menschen belasten uns

Kennst du das, wenn du mit Bauchschmerzen zur Arbeit, Schule oder Uni fährst?

Wenn du Sonntagsabends auf der Couch nervös wirst, weil du da morgen wieder hin musst?

Und da ist dieser Chef, dieser Mensch oder dieses Projekt, mit dem du einfach nicht fertig wirst.

Und langsam fühlst du dich immer schlechter. Du merkst, wie dich die Lebensfreude Stück für Stück verlässt. Wie du dich veränderst.

Eigentlich hast du es immer gerne gemacht, bis… ja, bis was sich eigentlich verändert hat? Was ist da passiert?!

Meistens sind es externe Dinge, die nicht in unserer Macht stehen, die sich plötzlich verändern uns überfahren. Entweder sehen wir sie gar nicht kommen, oder wir reagieren nicht richtig, weil wir damit nun wirklich nicht gerechnet hätten. Oder rechnen wollten.

Akzeptanz heißt: Dinge zu akzeptieren, die du nicht ändern kannst

Viele Ratgeber und Blogs würden dir jetzt kurzerhand empfehlen dein Leben umzukrempeln. Mit ihrem 5-Schritte Plan wärst du schon einen ersten Schritt weiter, zu einem besseren Leben.

Ich tue das nicht.

Ich will dich bewaffnen, mit der wirkungsvollsten Waffe, die du gegen Lebenssituationen einsetzen kannst: Akzeptanz.

Wenn du Akzeptanz übst, kann dich nichts und niemand besiegen.

Das Gelassenheitsgebet

Das Gelassenheitsgebet bringt es auf den Punkt. Ich denke, dass dieses Mantra unabhängig von Glauben und Religion jedem Menschen helfen kann.

 Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Das Gelassenheitsgebet (Wikipedia)

Akzeptanz heißt nicht: Aufgeben

Akzeptanz heißt aber nicht aufzugeben oder zu resignieren. Und auch nicht, dass jeder mit dir umspringen darf, wie er will.

Akzeptanz heißt auch nicht, dass du dein Leben nicht umbauen darfst, wenn du die Situation grundsätzlich verändern willst.

Akzeptanz heißt: Klug zwischen den wichtigen und den unwichtigen Dingen im Leben zu unterscheiden und die Veränderungen zu machen, die du machen kannst. Den Rest musst du lernen zu akzeptieren. Sonst gehst du kaputt.

Denn selbst wenn du wirklich bis ans äußerste gehst und versuchst Dinge außerhalb deines Wirkungsbereiches, wie andere Menschen zum Beispiel, zu ändern. Wer gibt dir die Garantie, dass nicht nächste Woche der nächste Schwachmat in deiner Tür steht?

Wenn du dich also nicht für den Rest deines Lebens aufreiben willst, ändere die Dinge, die du ändern kannst, aber akzeptiere die Dinge die du nicht ändern kannst.

Als Kind hatte ich jeden Sonntag Bauchschmerzen vor der Schule, weil ich die Hausaufgaben nicht gemacht habe. Das ist dumm, ich hätte die Situation ändern können.

Ich kenne Menschen, die wegen ihres Chefs oder ihrer Kollegen unglücklich sind. Das kann man in vielen Fällen durch eine Kündigung ändern, aber ich sage dir was: Woanders hat man auch wieder Kollegen.

Vielleicht bist du wegen deiner Schule, Ausbildung oder Uni unglücklich, aber du stehst kurz vor deinem Abschluss. Macht es da wirklich Sinn zu wechseln, oder kannst du noch ein Jahr durchhalten, wenn du lernst die Dinge zu akzeptieren?

Lerne, die wichtigen, von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden

Wir alle sausen in unseren Mensch-Kostümen auf einem riesigen Felsblock durch das All. Und unsere Kreise auf der Erde berühren sich zufällig, sie sind miteinander verwoben, und laufen wieder auseinander. Und eines ist klar: Am Ende kommt hier keiner lebend raus. Wir landen alle in einer Kiste.

So ziemlich jede Lebenssituation ist temporär. Sie geht vorbei. Was dir jetzt wie ein großes Problem vorkommen mag, ist auf dein ganzes Leben vielleicht furchtbar unwichtig.

Ich habe mich in einem früheren Job immer schwer geärgert, war immer gestresst. Soll ich dir etwas sagen? Drei Jahre später denke ich keine einzige Sekunde mehr darüber nach. Ich weiß nicht mal mehr, um was es ging.

Habe die Kraft sie zu ändern, wenn du kannst – oder akzeptiere sie

Also, ich kenne deine konkrete Situation nicht. Weshalb ich dich bitte vorsichtig mit diesem Ratschlag umzugehen, ok?

Aber wenn du in einer Situation bist, die dich belastet, ärgert oder frustriert frage dich selbst: Kann ich etwas an meinem Verhalten ändern, ohne dass ich den kürzeren ziehe? Also dein Verhalten anpassen, zum Beispiel in dem du negative Personen meidest und dir positive Menschen suchst, dir ein starkes Mindset aufbaust oder einfach mal rauskommst und Meditierst. Versuche nicht andere Menschen zu ändern, das werden sie in den seltensten Fällen tun und am Ende fällt es wohl möglich auf dich zurück.

Wenn du etwas ändern kannst, tue es. Wenn du keine Möglichkeit siehst frage dich: Wird mich das in einem Jahr, 5 Jahren oder 10 Jahren noch ärgern/belasten/frustrieren? In den meisten Fällen lautet die Antwort nein. In diesem Fall ist es einfach: Akzeptiere deine Situation. Sie geht vorbei. Chefs und Kollegen kommen und gehen, du kommst und gehst, wenn du deinen Abschluss in der Tasche hast, kannst du machen was du willst, und so weiter. Versuche das tägliche Theater nicht so schwer zu nehmen und verfolge deinen eigenen, langfristigen Lebensplan.

Wenn die Antwort „Ja!“ lautet, du dir also sicher bist, dass du die Lebenssituation nicht akzeptieren kannst und sie dich langfristig belastet sprich bitte mit einem Freund/in oder deiner Familie oder suche dir jemanden, der dir professionell helfen kann. Okay?

Ich hoffe, ich konnte dir zu etwas mehr Akzeptanz und Gelassenheit in deinem Leben helfen.

dein MindPunk

PS: Photo by Faye Cornish

6 Kommentare

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar