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Faulheit, Antriebslosigkeit & Weltschmerz

“Warum kriege ich meine Projekte denn einfach nicht auf die Straße”, sage ich zu mir selbst, während ich wieder einmal am Schreibtisch sitze und die unerledigten Aufgaben der letzten Wochen durchgehe.

Und anstatt an den Projekten zu arbeiten, lieber diese Texte schreibe.

Mindestens seit meinen frühen Zwanzigern geht es mir so, dass ich mich für clever und einfallsreich genug halte, um mein eigenes Ding zu machen. Immerhin wurde mir das durch gute Noten in Abitur, Ausbildung und Studium immer wieder belegt und auch beruflich kam ich in den letzten Jahren gut voran.

Nur mit dem zünden der eigenen, richtig dicken Rakete Richtung Mond hat es noch nicht gepklappt. Nicht mal Ansatzweise. Weil ich den Versuch schon im Keim ersticke.

Idee und Konzept gut. Umsetzung nicht existent. 

Ich kann noch nicht mal sagen: Die Sachen haben nicht funktioniert. Ich bin nicht gut genug. Der Markt war nicht da, oder ich habe den Zug verpasst. Ich handle einfach gar nicht. Und wenn ich handle, dann nur für 1-2 Wochen, bis mich ein mulmiges Gefühl in der Magengrube ereilt, die Projekte unerreichbar erscheinen und ich sie einfach einschlafen lasse.

Inklusive schlechtem Gewissen und Unzufriedenheit mit mir selbst.

Dabei ist mir so ziemlich jede Erfolgsformel bekannt. Handeln, nicht denken. Ausprobieren, nicht glauben. Get shit done. Eine Idee ist nichts wert, nur ihre Umsetzung und so weiter und so fort.

Nur hilft mir das nicht weiter, wenn es sich anfühlt, als würde die Welt ihre Last auf meinen Schultern ablegen.

Das macht sie natürlich nicht. Das ist nur mein Empfinden, vom Alltag überrollt zu werden. Zu viele Dinge im Job, die meine Leistungsfähigkeit beanspruchen. Zu viele Dinge, die man für andere erledigt und ein unausgeglichener Lebensstil, der aus wenig Sport und zu fettem Essen besteht.

Das alles macht müde und ist das genaue Gegenteil von dem, was man braucht, wenn man sich viel vor nimmt. Das wissen wir alle, oder?

Das richtige Rezept würde lauten:

  • Gesunde Ernährung
  • Ausreichend Schlaf mit festen Zeiten
  • Viel Bewegung und Sport
  • Meditation
  • Nicht rauchen, nicht trinken

Aber mit Verhaltensänderungen ist das ja so eine Sache, mit der findige Autoren von Ratgeberliteratur und Verlage viel Geld verdienen. Am Ende hat man viele Bücher gekauft und Tipps gelesen, aber nur wenig umgesetzt und schon gar keine dauerhafte Verhaltensänderung erreicht.

Deshalb mache ich das jetzt anders und erstelle direkt im Anschluss an diesen Tagebucheintrag meinen neuen Blog, auf dem ich anonym mein Tagebuch veröffentlichen werde.

Einfach nur aus dem Grund, dass ich Output schaffen will. Weil ich nicht länger meine ambitionierten Projekte in Evernote verstauben lassen möchte und meine persönlichen Notizen die Welt nie erblicken.

Ich starte meine 365-Daily Blog Challenge.

Ob meine alte Lieblings-URL noch frei ist, die ich dummerweise damals verkauft habe?

 

Foto: Clark Tibbs


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Kommentare

4 Antworten zu „Faulheit, Antriebslosigkeit & Weltschmerz“

  1. […] starte viele neue Projekte, wie meinen Podcast, setze mir Ziele, wie meine 365 Tage Challenge und stelle meine Gewohnheiten erfolgreich um, indem ich mir eine neue Morgenroutine […]

  2. […] sind nach meiner 365 Tage Challenge noch lange keine 10.000 Stunden, aber ein guter Anfang – und ich starte ja nicht komplett bei […]

  3. […] habe mir zum Beispiel mit MindPunk die 365 Tage Blog Challenge gesetzt und möchte jeden Tag einen neuen Blogbeitrag veröffentlichen. Dieses Ziel habe ich […]

  4. […] ist 7:32 Uhr. Immerhin habe ich es heute doch geschafft meine Challenge zu erfüllen und einen Blog zu schreiben – und etwas Bewegung am Morgen hatte ich […]

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