Aufgeben oder weitermachen?

Als ich mit dem MindPunk Blog gestartet bin, war ich hoch motiviert. Ich dachte, wenn ich es schaffe jeden Tag einen Blog zu schreiben, wird einfach alles wunderbar werden. Doch dann kam die Ohnmacht, als ich entdeckte: Blogs über Persönlichkeitsentwicklung gibt es wie Sand am Meer. Ein paar persönliche Gedanken über das Aufgeben und Weitermachen.

Blogs über Persönlichkeitsentwicklung gibt es wie Sand am Meer! Lohnt sich weitermachen überhaupt?!

Ich weiß noch, wie ich auf der Couch lag und realisierte, wie groß und professionell das Angebot der „Besser Leben“-Blogs ist. Ich war wie gelähmt. Es fühlte sich an, als würde meine ganze Motivation in wenigen Sekunden aus meinen Fingern gesaugt werden.

Die sind alle richtig gut und schon mega weit.

Ich fühlte mich – sprichwörtlich – schwer wie Blei.

Wie sollte und konnte ich jetzt überhaupt weitermachen? Muss ich mein Konzept ändern und MindPunk professioneller angehen?!

Fragen schossen mir durch den Kopf und ich dachte lange über sie nach.

Die Welt ist groß und wir sind klein

Einerseits denke ich, dass da draußen, in der Welt, genug Platz für alle sein muss. Also die Anzahl der Menschen so unfassbar groß ist, dass es mehr als eine Handvoll „Angebote“ für eine Sache geben kann.

Andererseits weiß ich, dass das Internet nach dem „Winner Takes it all“-Prinzip funktioniert. Es gibt nur ein paar prominente Plätze in den Suchmaschinen und auch in den sozialen Medien ist die Aufmerksamkeit begrenzt. Das beste, größte, schönste Angebot seiner Nische bekommt den Klick.

Ein Grund, warum die Empfehlung immer lautet, sich einen Nischenblog zu erstellen.

So viel Nische wie möglich?

Hallo ich bin der MindPunk und ich mache einen Blog über Persönlichkeitsentwicklung und Verhaltensänderung für Männer und Frauen im Alter zwischen 28 und 29 Jahren, die gerade unzufrieden mit ihrem Leben sind und eine Tomatensuppe gegessen haben. Hmpf.

MindPunk heißt für mich: Einfach mal machen

Ich kenne das Gefühl der Ohnmacht aus der Vergangenheit schon ganz gut. Immer wenn ich für eine Idee Feuer und Flamme war, kam es mich früher oder später besuchen. Der Realitätscheck, quasi.

Und es hat sehr häufig, oder eigentlich immer, dazu geführt, dass ich die Projekte und Ideen habe fallen lassen.

Und zwar häufig, bevor ich es überhaupt ernsthaft probiert habe. „Nützt ja alles nichts, die anderen sind besser, hübscher, haben einen Startbonus“, etc.

Alles Ausreden, die wir in verschiedenen Aspekten unseres Lebens zu oft benutzen.

Deshalb habe ich mir diesmal gesagt: Ich werde es einfach mal machen und gucken, wie weit ich komme.

Mit definiertem Ziel (täglich ein Blog), definiertem Aufwand (1h pro Tag) und einem definierten Zeitraum (1 Jahr).

Gut, dass ist schon ein langer Zeitraum zum „einfach mal machen“ und herausfinden, ob es funktioniert. Kann man sicher auch kürzer machen.

Aber soll ich dir was sagen? Selbst wenn ich nach einem Jahr feststelle, dass MindPunk nicht funktioniert, hätte ich immerhin etwas gelernt.

Und zwar nicht nur „wie es nicht funktioniert“. Sondern ganz viel über Persönlichkeitsentwicklung, durch die Bücher die ich für diesen Blog lese. Ganz viel darüber, wie ich es schaffen kann persönliche Routinen umzusetzen und ganz viel über besseres Schreiben.

Das alles ist gut für mich, erhöht mein Selbstwertgefühl, weil es für persönliche Integrität steht. Ich nehme mir etwas vor und arbeite konsequent daran. Unterwegs lerne ich etwas.

Der Weg ist hier tatsächlich das Ziel.

Was hast du dir das letzte mal vorgenommen, aber nicht durchgezogen?

Auf geht’s!

Anpackende Grüße,
dein MindPunk

 

Foto: Allef Vinicius

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